Alternative Therapieoptionen

Übliche krampflösende Schmerzmedikamente 

Nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAIDs). 

Nicht verschreibungspflichtige Entzündungshemmer (NSAIDs) können bei 75% der Frauen mit einer Endometriose ausreichend sein. NSAIDs blockieren die Prostaglandine (die Substanzen, die Gebärmutterkontraktionen verstärken)O. Sie stellen effektive Schmerzmedikamente dar und haben auch noch andere Eigenschaften, die gegen Entzündungsfaktoren wirksam sind. 

Aspirin ist das geläufigste NSAID, aber es gibt dutzende anderer nicht verschreibungspflichtiger Substanzen. Unter den effektivsten NSAIDs zur Behandlung menstrueller Beschwerden sind Ibuprofen, Naproxen and Mefenamicsäure. 

Für den größten Nutzen, sollten sie sieben bis zehn Tage vor dem ausgerechneten Regeltermin eingenommen werden. 

Es sollte jedoch angemerkt werden, dass die Langzeitanwendung jedes NSAIDs das Risiko gastrointestinaler Ulzera und Blutungen erhöht. 

COX-2 Inhibitoren. 

Celecoxib, Rofecoxib und Valdecoxib sind als Zyklooxygenase(COX-2) Inhibitoren bekannt. Diese Medikamente sind wirkungsvolle Schmerzmittel und werden mit einigem Erfolg bei Menstruationskrämpfen agewandt. Ihre Wirkungsweise ist ähnlich der der NSAIDs, aber zumindest theoretisch sollten COX-2 Inhibitoren schonender in Bezug auf den Gastrointestinaltrakt sein. 

Diätfaktoren 

Einige Frauen berichten über eine Schmerzlinderung, wenn sie Milchprodukte meiden und sich an eine Faserreiche Diät halten und nur wenige gering gesättigte Fette (tierisch) zu sich nehmen. Faserreiches Essen (wie Obst und Gemüse) zusammen mit viel Flüssigkeit (Wasser oder Säfte, kein Koffein) sind nicht nur gesund, sondern helfen auch Obstipationen vorzubeugen, die Symptome verschlimmern können. Wenn Frauen sich für eine Diät mit einer  Einschränkung von Milchprodukten entscheiden, sollten sie sicher sein genug Kalzium über andere Wege zu sich zu nehmen. 

Bestimmte Fettkomponenten, die als Omega-3 Fettsäuren bezeichnet werden und in Fischölen enthalten sind, haben spezifische anti-entzündliche Komponenten. Man findet sie in bestimmten fettigen Fischen (Sardinen, Makrelen) und kann sie in Form von Nahrungsergänzungen zu sich nehmen. Diese Nahrungsergänzungen werden entweder als Omega- 3 Fettsäuren oder als EPA-DHA (welches die wichtige Komponente darstellt) ausgezeichnet. Primelöl und Schwarze Johannisbeeren Öl, die man in Reformhäusern erhalten kann, enthalten ähnliche Fettsäuren, die auch hilfreich sein können. 

Einige Befunde sprechen dafür, dass Sojaprodukte (wie z.B. Tofu und Sojamilch) vor einer Endometriose schützen können. Soja enthält Östrogen ähnliche Komponenten, die vor den durch das eigene Östrogen getriggerten Problemen schützen können. Hier sind weitere Forschungen notwendig. 

Frauen mit einer Endometriose sollten Alkohol, Koffein und Schokolade meiden. Frauen, die große Mengen von Getränken, die Koffein enthalten zu sich nehmen, scheinen ein erhöhtes Risiko zu haben an einer Endometriose zu erkranken, vielleicht weil Koffein zu erhöhten Spiegeln von Östrogen, Östron führt. Schwerer Alkoholabusus (welcher alleine schon die Östrogenspiegel anhebt) ist auch mit einer Endometriose assoziiert. 

Sport 

Sport kann für Frauen mit einer Endometriose sehr hilfreich sein. Er senkt die Stresspegel und Anspannungen und könnte die hormonellen Spiegel, die zu einem Wachstum der Endometrioseherde führen, reduzieren. 

Alternative Behandlungsmethoden 

Bestimmte integrierte Methoden können helfen menstruelle Krämpfe zu lindern, hierbei sind besonders Techniken zur Muskelentspannung von Bedeutung, welche die Schmerzen und Entzündungen im Körper erleichtern. Es ist jedoch nicht sicher, ob diese Vorgehensweisen Frauen mit einer Endometriose irgendeine Besserung bringen. Alternative Therapien, die nicht getestete Pflanzen und sogenannte Naturheilverfahren beinhalten, sollten von Patientinnen immer mit Vorsicht behandelt werden. 

Akkupunktur und Akkupressur. 

Einige Studien, inklusive einer kleinen gut geführten Versuchsreihe, berichteten über eine Linderung der Beckenschmerzen nach Akkupunktur oder Akkupressur an bestimmten Körperpunkten. Man geht davon aus, dass diese über eine Erregung bestimmter Nervenrezeptoren an solchen Orten arbeiten, die mit Schmerzblockern im Gehirn in Verbindung stehen. Einige Frauen berichten über eine Linderung mit Hilfe der Relexlehre, eine Akkupunkturtechnik bei der Akkupunkturpunkte an den Ohren, den Händen und den Füßen manuell gereizt werden. 

Transkutane elektrische Nervenstimulation. 

Bei der transkutanen elektrischen Nervenstimulation (TENS) werden Elektroden an bestimmten Teilen des Körpers aufgebracht und dann Niedrigpegel elektrische Pulse im Bereich dieser Punkte ausgesandt. Forscher nehmen an, dass dieses Verfahren über eine Änderung der Möglichkeit des Körpers Schmerzreize anzunehmen, arbeitet. Die Standardmethode ist 80 bis 100 Pulse pro Sekunde über einen Zeitraum von 45 Minuten drei mal am Tag auszusenden; die PAtientinnen selbst bekommen davon kaum etwas mit. Eine große Analyse einer bestimmten Anzahl kleiner Studien hat 2002 ergeben, dass diese Methode bei manchen Frauen mit Dysmenorrhoe helfen kann. Möglicherweise existieren geringe Nebenwirkungen. 

Yoga und Meditationstechniken. 

Yoga und Meditationstechniken, die zu einer Entspannung führen, können bei Regelkrämpfen ebenfalls hilfreich sein. 

Chiropraktik. 

Einige Frauen, die unter einer primären Dymenorrrhö leiden, haben sich HIlfe bei auf Wirbelsäulenmanipulation spezialisierten Chiropraktikern gesucht. In einer Studie wurde ein Verfahren mit einem großen Kraftaufwand und ein Verfahren mit einem nur geringen Kraftaufwand, das als Placebo diente, miteinander verglichen. Beide zeigten niedrigere Punktzahlen bei Tests zur Messung der Schmerzen, was vielleicht andeutet, dass ein einfaches Massieren des Rückens durch einen symphatischen Partner oder einen Freund auch hilfreich sein kann. 

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