Diagnose

Obwohl die Endometriose die am häufigsten diagnostizierteste Gebärmutterstörung darstellt, wird sie dennoch oft fehldiagnostiziert oder übersehen. 

Die Herangehensweise an die Diagnose einer Endometriose 

Eine Endometriose beginnt sich oft in der Adoleszenz zu entwickeln, wird aber typischerweise nicht vor Mitte 20 oder Anfang 30 diagnostiziert. Dafür gibt es viele Ursachen: 

  • Erstens sind die Symptome weit gestreut, und manchmal zeigen sie sich gar nicht. Einige Frauen wissen bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie nicht schwanger werden können und deswegen Hilfe aufsuchen, nicht, dass sie unter einer Endometriose leiden. 
  • Außerdem können Schmerzen im kleinen Becken oder dem Bauch so viele unterschiedliche Gründe haben, dass es häufig schwierig ist den genauen Grund herauszufinden.

Es sollte bei Frauen mit schweren Menstruationskrämpfen, die zusätzlich auch unfruchtbar sind, dringend eine Endometriose ausgeschlossen werden. 

EINE LAPAROSKOPIE ALS INVASIVES DIAGNOSTISCHES VERFAHREN IST DIE EINZIGE DEFINITIVE METHODE EINE ENDOMETRIOSE ZU DIAGNOSTIZIEREN. 

Körperliche Untersuchung 

Der Arzt kann im Rahmen einer Beckenuntersuchung in der Lage sein, festes Gewebe oder Knoten zu tasten, aber diese Zeichen bedeuten nicht unbedingt das Vorhandensein einer Endometriose, sondern können auch andere Erkrankungen anzeigen. 

Diagnostische Vorgehensweisen 

Laparoskopie 

Die diagnostische Laparoskopie, ein invasives chirugisches Verfahren, stellt zur Zeit die einzige eindeutige Methode zur Diagnose einer Endometriose dar. 

Normalerweise erfordert eine Laparoskopie eine allgemeine Narkose, obwohl die Patientin am selben Tag wieder nach Hause gehen kann. Das Vorgehen ist wie folgt: 
 

  • Der Operateur macht einen kleinen Bauchschnitt, durch den er die Glasfaseroptik, die mit kleinen Kameralinsen ausgerüstet ist, einbringt. Diese nutzt er dann, um die Gebärmutter, die Eierstöcke, die Eileiter und die Bauchhaut einsehen zu können.(see atlas for laparoscopic views of endometriosis
  • Eine blaue Flüssigkeit kann durch die Eileiter rückwärts gespritzt werden, um eine Blockade der Eileiter zu entdecken; wenn es eine Obstruktion gibt, fließt die Flüssigkeit nicht durch die Eileiter.. 
  • Wenn der Operateur während dieses Vorgangs kleine Endometrioseherde oder andere Läsionen entfernen muss (operative Laparoskopie), so werden kleine chirurgische Instrumente durch eine Führung eingebracht

Der Vorgang wird auch zum Auffinden und Einschätzen der Endometriose genutzt, um ihren Schweregrad zu beurteilen. 
Bildgebende Technikem und staging der Endometriose, um den Schweregragd der Endometriose [ Bitte unter: 

Bildgebende Verfahren 

Eine Ultraschalluntersuchung wird in Fällen durchgeführt, wo vermutet wird, dass andere Bedingungen vorliegen, wie Gebärmuttermyome, Eierstockzysten oder eine außerhalb der Gebärmutter befindliche Schwangerschaft. Diese nicht invasive Untersuchungstechnik kannEndometriome auffinden, ebenso Zysten, die sich normalerweise in den Eierstöcken befinden und mit dickem schwarzem Blut gefüllt sind. Beim Ultraschall können größere Zysten entdeckt werden, kleine Zysten sowie kleine Endometrioseherde auf der Eierstocksoberfläche oder im Bereich der Bauchhaut entgehen jedoch der Diagnose. 

Ist die Diagnose einmal gestellt, so können feinere bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) oder die Magnet Resonanz Tomgraphie (MRI) genutzt werden, um ein genaueres Bild einer schweren Endometriose zu erhalten, aber diese Verfahren sind sehr teuer und zur Diagnosestellung selbst auch nicht hilfreich. 

Biologische Marker einer Endometriose 

Forscher untersuchen bestimmte chemische Substanzen, die in Bluttest gefunden wurden und eventuell bei der Diagnose der Endometriose helfen können und somit invasive diagnostische Verfahren bei vielen Frauen vermeidbar sind. Unter diesen untersuchten Stoffen findet sich auch CA-125 Forscher untersuchen bestimmte chemische Substanzen, die in Bluttest gefunden wurden und eventuell bei der Diagnose der Endometriose helfen können und somit invasive diagnostische Verfahren bei vielen Frauen vermeidbar sind. 
Unter diesen untersuchten Stoffen findet sich auch. 

Der Ausschluss anderer mit Beckenschmerzen einhergehenden Erkrankungen 

Viele Erkrankungen verursachen Beckenschmerzen. In vielen Fällen ist die Ursache unbekannt und die Beschwerden geben sich von alleine. Einige Fälle chronischer Beckenschmerzen können jedoch ernsthaft sein und sollten im Rahmen einer Endometrioseuntersuchung ausgeschlossen werden. 

Prmäre Dysmenorrhoe. 
Eine primäre Dysmenorrhoe geht mit wiederkehrenden Beckenschmerzen während der Menstruation einher, ihre Ursache ist unbekannt. 
Myome. 
Eine primäre Dysmenorrhoe geht mit wiederkehrenden Beckenschmerzen während der Menstruation einher, ihre Ursache ist unbekannt. 

Andere Ursachen für Beckenschmerzen. 

Andere Umstände, die außer der Endometriose Dysmenorrhoen verursachen sind folgende folgende: 

  • Gebärmuttermyome 
  • Entzündliche Beckenerkrankungen (als Resultat einer Entzündung im kleinen Becken) 
  • Fehlgeburten
  • Extrauterine Eingriffe 
  • Gebärmutterpölypens 

Zustände, die Symptome einer Endometriose imitieren können, die aber nicht in Verbindung mit Problemen der Reproduktionsorgane stehen, zum Beispiel: 
 

  • Schwere Entzündungen der Nieren oder des Harntrakts
  • Appendizitis
  • Darmerkrankung
  • Interstitielle Therapie 
  • Inflammatory bowel disease 
  • Blasenentzündung 
  • Divertikulitis
  • Reizdarm Syndrom.


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